Das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des UHC Pfynland

Im Jahr 2007 wurde der Unihockeyclub Pfynland von einigen Jugendlichen gegründet. Der Beitritt in die Oberwalliser Unihockeymeisterschaft folgte im selben Jahr. Was mit ein paar wenigen Mitgliedern begann, ist mittlerweile ein angesehener Vertreter der OUM geworden. Fast 30 mehr oder weniger aktive Spieler zählen die „Grün-Schwarzen“.  Die 1. Mannschaft ist in der Gruppe A und die 2. Mannschaft vertritt die Vereinsfarben in der Gruppe B. Zu Beginn der Saison 17 / 18 wurde das 10-jährige Jubiläum gebührend gefeiert. Was niemand vor Saisonbeginn erahnen konnte: Das Jubiläumsjahr ist das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des UHC Pfynland! Der Verein beschenkte sich gleich selbst: Beide Mannschaften konnten den Meistertitel holen und die zweite Mannschaft feierte gleichzeitig den Aufstieg in die höchste Spielklasse. 

2. Mannschaft

Die zweite Mannschaft, die „Pfynräuber“ starteten die 4. Saison in der Gruppe B. Nach dem Aufstieg in der Saison 14/15 gelang der Mannschaft direkt der Meistertitel der B-Gruppe. Nach einem Jahr auf dem zweiten Rang, folgte 16/17 der zweite Titel (mit Verzicht auf Aufstieg) und nun in der eben vergangenen Saison 17/18 konnten der dritte Titel in der B-Gruppe gefeiert werden.

Das Team um Zumofen, Silvan Schmutz und Rianda überzeugte wiederum mit taktischem Verständnis und grosser Torgefahr. Zudem gelang es den Pfynräubern jedes Jahr neue Spieler zu rekrutieren. Auch diese fügten sich jeweils nahtlos in das wunderbare Teamgefüge ein. Dies ist zweifelsfrei der Grund für die erfolgreiche 2. Mannschaft. Coach Schmutz Christian hatte seine Mannen jederzeit im Griff und führte das Team souverän durch die letzten beiden Meisterschaften. Der verdiente Lohn für kontinuierliche Arbeit ist der Aufstieg in die Gruppe A.

1. Mannschaft

Die erste Mannschaft des UHC P steigt seit ein paar Jahren als Mitfavorit auf den Playoff-Final in die Saison. Das Handwerk rund um den gelöcherten Ball haben die Illgrabenkämpfer seit Längerem im Griff. Praktisch in jedem Jahr konnte eine Finalteilnahme, entweder in der Meisterschaft oder im Cup, gefeiert werden. Doch vor dem letzten, wichtigsten Schritt haderte die Mannschaft öfters.

Woran lag es? Diese Frage, glauben Sie dem Schreiber, stellte sich die Truppe mehr als einmal. Die Lösung des Rätsels ist dennoch nicht so einfach zu finden. Eines ist aber nicht von der Hand zu weisen: Entweder mangelte es an Kampf, manchmal an Geist. Manchmal nahm der Kampf überhand, manchmal herrschte der Geist zu viel.

 

Die Spielzeit 17/18 begann mit einem Dämpfer. Gerade mal fünf Teams kämpften um die Krone. Eine nicht so spannende Saison? Von wegen. Denn der Playoff-Halbfinal wurde kurzerhand gestrichen. Der Kampf um Platz 1 und 2 war von Spiel eins an intensiv. Embd schwang rasch oben aus, Pfynland konnte die Direktduelle gegen Blacknosesheep und Old Boys für sich entscheiden. Nur der letzte Spieltag litt unter Spannungsmangel. Es ist zu hoffen, dass die nächste Meisterschaft wieder mit 7 Teams gestartet werden kann. Die Playoffs sind ein Erfolgsrezept der OUM. Es wäre schade (wiederum) mit einer dezimierten Anzahl Mannschaften den A-Meister auszumachen.

 

Die Spiele zwischen dem UHC Embd Devils und dem UHC Pfynland sind fast immer hitzig. Die Spiele im Playoff-Finale sollten nicht anders sein. Dies zeigte vor allem Spiel 1: Beide Teams "kämpften" mehr Unihockey als "spielten". Die Teufel behielten dennoch die Oberhand. Die Führung in der Best-of-Three Serie war verdient. Am Tag darauf folgte das zweite Spiel. Endlich zeigten sich die Beteiligten von ihrer besten Seite. Läuferisch, kämpferisch und von der Spannung her war Spiel 2 einem Final würdig. Kurz vor Schluss führte Pfynland mit 5-4. Embd nahm sein Timeout und erzwang 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Das Momentum fiel auf die Emder Seite. Doch Patrick Fussen stemmte sich dagegen und erlöste wenige Sekunden vor Schluss den ganzen UHC P mit dem 6-5 Siegtreffer. Die Mittelwalliser erzwangen Spiel 3. Wenige Stunden später stand die Finalissima an. Wer dieses Spiel gewinnt, gewinnt die Meisterschaft!

 

Embd erarbeitete sich im Verlaufe des Spieles eine 4-1 Führung. Die vermeintliche Vorentscheidung. Das 4-2 wurde postwendend mit dem 5-2 beantwortet. Manch ein Pfynländer blickte auf die Matchuhr und musste sich eingestehen, dass es wohl wieder nichts mit dem Titel wird. Embd war überlegen und hoch in Führung. Die Devise von (Tages)-Coach Philipp Schüpbach war klar: "Egal was noch geschieht, wir kämpfen bis zum Schluss!"

Motivator Ferdinand Lötscher spornte seine Schützlinge ununterbrochen an. Wahrscheinlich sprach er heimlich mehr als ein Stossgebet an die Unihockyegötter aus. Den anders ist die Schlussphase nicht zu erklären: Bis drei Minuten vor Schluss wirkten die orangenen Emder unantastbar. Souverän spielten sie die Zeit runter. Doch drei Minuten vor Schluss kippte das Momentum auf Pfynland-Seite. Jimmy Maurer gelang das 5-3. Kaum wieder angespielt, versenkte Valentin Steiner den Ball erneut zum 5-4. Verständlicherweise witterte Pfynland seine Chance und warf alles nach Vorne. Ein Emder vergab alleinstehend vor dem leeren Tor das 6-4. Postwendend kam die Antwort: 5 Sekunden vor Schluss versenkte Christian Ruppen ein Zuspiel von Patrick Fussen zum viel umjubelten 5-5 Ausgleich. Die Verlängerung musste über den Sieger entscheiden. Spätestens als die Devils eine Strafe kassierten, witterten die Anwesenden den Sieger. Doch weit gefehlt: Der Serienmeister stemmte sich heftig dagegen und überstand das Boxplay ziemlich problemlos. Die Nervosität der Teams war spürbar. Die Overtime brachte keinen Sieger mehr hervor. So musste das Penalty-Schiessen den Meister küren. Hier wurde Mario Grichting, ältester Torhüter der Gruppe A, zum Helden! In unnachahmlicher Manier wehrte er die fünf Penalties ab. Vorne versenkten Loris Leiggener und Christian Zumofen ihre Schüsse. DER UHC PFYNLAND IST OUM-MEISTER 2017/2018!

 

Wir danken dem Vorstand und den Schiedsrichtern der OUM für Ihre Dienste während der ganzen Saison. Allen stillen Helferinnen und Helfern danken wir für Ihren Einsatz während den Spieltagen. Bei den treuen und lautstarken Zuschauer sprechen wir unsere Entschuldigung aus: Es tut uns leid, dass ihr wegen uns so oft an Eurem Nervenkostüm zehrt. Wir hoffen dass wir Euch mit diesem Titel ein wenig entschädigen konnten. Bis bald und HOPP PFYNLAND!